04.10.2017

 

Alles sehr verwirrend, die Sache mit der DNA-Genealogie. Für mich Laien jedenfalls.

Ich habe also Ende Juli meine Ergebnisse von Living DNA bekommen. Als erstes fiel mir auf, dass meine Herkunft angegeben wird mit 95,9 % Großbritannien und Irland und 4,1 % Europa. Das ist wohl so, weil es noch nicht viele Testergebnisse und somit Daten aus Deutschland gibt und mit der Zeit wird sich das Bild hier vermutlich noch verändern.

Irgendwann habe ich dann durch die DNA-Mailingliste und die deutsche Facebook-Gruppe herausgefunden, dass ich für einen Vergleich mit anderen DNA-Testern meine RAW-Data, also die Rohdaten, bei GEDmatch Genesis hochladen sollte. Das habe ich getan und nun werden mir die ersten auch größeren Matches angezeigt.

Ich habe nun gelernt, bzw. ich glaube, gelernt zu haben, dass es sich bei einer Übereinstimmung ab einem Wert von 12 cm lohnt, das Match genauer unter die Lupe zu nehmen, bei denen unter 10 cm handelt es sich wohl eher um zufällige Übereinstimmungen. Wichtig ist wohl auch die Höhe der SNP, aber das habe ich noch nicht so richtig verstanden.

Ich habe inzwischen einige Matches angeschrieben, davon die meisten ab 15 cm und höher. Bisher habe ich noch niemanden gefunden, den ich zu meinen Vorfahren zu sortieren kann, das habe ich auch nicht erwartet. Spannend ist es allemal. Wer sind diese genetischen Verwandten, zu welcher Linie gehören sie. Wenn ich diese Matches tatsächlich einmal zuordnen kann, dann scheint es eine Reise in verschiedene Länder zu werden, wenn ich nach dem gehe, was mir von meinen genetischen Verwandten über deren Vorfahren so berichtet wird.

 

Im Augenblick ist die größte Herausforderung schon fast, nicht den Überblick über die verschiedenen Kontakte zu verlieren, außerdem muss ich in Englisch schreiben, was für mich die Sache nicht leichter macht.


01.10.2017

 

Auch das zweite Match hat geantwortet. Die Daten die bei Gedmatch-Genesis eingestellt sind gehören zu ihrem Onkel und ihrer Tante. Die genannten Namen sagen mir wieder nichts. Das riecht nach viel Arbeit, wenn ich da weiterkommen will.

 

Ich habe heute einige Dinge nachgelesen, wirklich schlauer bin ich noch nicht. Das dauert wohl noch eine Weile. Zu viele fremde Begriffe wie z. B. Phasing und Triangulation und Erklärungen oft nur auf englischen Seiten, was für mich nicht wirklich hilfreich ist.


30.09.2017

 

Das erste Match ist angeschrieben, laut Gedmach (Genesis) liegt das größte Segment bei knapp 34 cm. Das soll wohl recht hoch sein, wurde mir gesagt und so habe ich das Match angeschrieben. Es kam auch eine Antwort, leider kann ich mit den meinem Match bekannten Vorfahren im Augenblick noch nichts anfangen. Ich hatte aber auch nicht erwartet, dass ich jetzt gleich auf Anhieb jemanden ausfindig mache, bei dem wir sofort auf gleiche Vorfahren stoßen. Nun gilt es also, die Nadel im Heuhaufen zu suchen.
Interessant fand ich die Aussage der Dame, dass sie optisch nicht zu ihrer Familie passt, da sie rote Haare, helle Haut und Sommersprossen hat, ebenso wie ihre Tochter.....das kommt mir sehr bekannt vor. Das trifft natürlich auf viele Menschen zu, brachte mich aber zum schmunzeln.

 

Es ist aber auch alles noch sehr verwirrend und neu, mit den Begriffen kann ich meist nichts anfangen und es fällt mir schwer, mir das alles zu merken. Aber ich habe einen starken Willen :-).

 

Und dann habe ich noch ein Match gefunden mit dem größten Segment 21,8 cm. Da werde ich doch gleich mal wieder losschreiben und mit Spannung abwarten.


Der Anfang...

 

So wie Anja von Welt der Vorfahren habe auch ich im April 2017 angefangen, mich mit dem Thema DNA-Genealogie zu beschäftigen. 

 

Das Projekt des Verein für Computergenealogie e.V. und Living DNA hat meine Neugierde geweckt. 

Mehr zu diesem Projekt gibt es im Blog bei CompGen.

 

Im Gegensatz zu Anja erfülle ich das 80-Kilometer-Kriterium; meine Großeltern stammen alle nicht unweit von hier und so kann ich dieses Projekt unterstützen.

 

Die Ergebnisse waren angekündigt für ca. den 21. August 2017, umso überraschter war ich, als schon am 28.07. die Mail kam, dass die Ergebnisse vorliegen. Ich war völlig unvorbereitet, hatte noch so gar keine Zeit gehabt, mich intensiver mit dem Thema zu beschäftige und nun stand bzw. saß ich da mit meinem Unwissen. 

Anja beschreibt in ihrem Blog eigentlich genau meine Gedanken und deshalb verweise ich hier ganz frech darauf. Klar, meine Ergebnisse sind natürlich andere ;-).

 

Ich finde erst jetzt die Zeit, intensiver in das Thema einzusteigen und kämpfe mich nun Schritt für Schritt vor.