29.04.2018

 

Ein Jahr ist es nun her, dass ich mich dafür entschieden habe, es mit der DNA-Genealogie zu versuchen, ich muss zugeben, erstmal aus reiner Neugierde (aber natürlich habe ich mir vorher Gedanken gemacht). Viel habe ich mir nicht davon versprochen und es war auch erstmal schwierig, die ganzen Zahlen und das Drumherum zu verstehen, manches blicke ich noch immer nicht. Zwei Tests habe ich gemacht. Zunächst den von Living DNA und weil ich nochmal neugierig war, noch einen von MyHeritage.

 

Ich habe mich immer mehr mit dem Thema beschäftigt, wenn mal ein wenig Zeit dafür übrig war und auch wenn es vieles gibt, was ich noch nicht so ganz verstehe und wohl auch nie so tief in die Materie werde eintauchen können wie manch anderer, so kam nach dem Learning by doing Prinzip immer ein kleines wenig mehr Verständnis zustande und ich konnte nun innerhalb eines guten Monats gleich zwei Erfolge feiern.

 

Ein Match aus den Niederlanden und ein weiteres Match aus Amerika konnte ich, nachdem ich eine Weile mit beiden hin und hergeschrieben und Namen und Daten ausgetauscht hatte, meiner Papierforschung zusortieren. Ein weiteres Match dürfte, wenn ich dem veröffentlichten Stammbaum glauben kann, ebenfalls zu diesem amerikanischen Match dazugehören. Ganz hilfreich war bei der Suche, dass auch meine Mutter und auch weitere Verwandte  sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits sich haben testen lassen und der Kreis, zu dem diese Treffer gehören, dadurch etwas eingegrenzt werden konnten.

 

Bei dem amerikanischen Match war ich, bis ich die Daten meiner Mutter hatte, fest davon ausgegangen, dass es zu meiner väterlichen Linie gehört, da dort im Stammbaum der Nachname meiner Oma väterlicherseits vorkommt. Da meine Mutter aber ebenfalls mit dieser Dame matcht bin ich nochmal mütterlicherseits tiefer eingetaucht und auf die Suche gegangen und dann mit Hilfe der Datenbank des Familienkundlichen Arbeitskreises Oldenburger Münsterland schnell weitergekommen.

 

Oft war, und ist auch jetzt, der Frust groß, wenn gute Matche, mit denen man aufgrund der gemeinsamen DNA ein vielversprechendes Match hat, nicht antworten, und das ist leider sehr häufig der Fall.  Wenn man dann aber diese Erfolge für sich verbuchen kann, wird man entschädigt. Wichtig ist dafür, dass beide Seiten einen gut ausgebauten Stammbaum haben, wenn nur die Urgroßeltern bekannt sind wird es erstmal schwierig.

 

 

Ich finde es nach wie vor sehr interessant, auf Leute zu treffen, mit denen ich mir Vorfahren teile, auch wenn es schon ziemlich weit zurück liegt und ich bin gespannt auf weitere Kontakte.


21.04.2018

 

Nun liegen auch die Ergebnisse meiner Mutter vor. Interessant zu sehen, mit wem wir beide gemeinsame DNA teilen und wo sie keine Übereinstimmung hat. So kann ich nun wohl, zumindest in etwa, zusortieren, welches Match in meine mütterliche Linie gehört und welches in meine väterliche Linie.

Wobei da noch die Sache ist, dass meine Mutter auch Übereinstimmungen mit jemanden aus meiner väterlichen Linie hat Aber da meine gesamten Vorfahren aus dem Oldenburger Münsterland kommen, ist es auch nicht sehr unwahrscheinlich, dass sich diese Linien schon mal vorher getroffen haben. Die spannende Frage wird sein, wo das gewesen ist.


27.03.18

 

Zu viel Zeit ist vergangen seit meinem letzten Eintrag. Aber inzwischen finde ich mich in der Welt der DNA-Genealogie ein bisschen besser zurecht, habe sogar gewagt, auf der Genealogiebörse in Cloppenburg einen kleinen Vortrag, zum Einstieg in die DNA-Genealogie zu halten.

Dabei sind mir gleich Ideen gekommen, was man am Vortrag noch ändern sollte. Also gesagt und getan, der Vortrag wird überarbeitet, für den Fall, dass ihn nochmal jemand hören möchte.

 

Außerdem möchte ich hier Links und Tipps zum Thema einstellen. Aber das dauert noch ein bisschen. Wer Fragen hat, spricht mich einfach an, ich helfe gerne weiter, soweit ich kann.

 

Inzwischen konnte ich mein erstes DNA-Match (aus Holland) zuordnen. Bei anderen Matchen gibt es noch immer kein Weiterkommen. Aber es macht Spaß, diese Puzzlearbeit, nur die Zeit fehlt mal wieder.


29.11.2017

 

Einige Zeit ist inzwischen vergangen, leider lässt es meine Zeit nicht zu, mich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Es gibt neue vielversprechend aussehnde Matches, bei zweien stimmt immerhin schon mal die Region möglicher gemeinsamer Vorfahren, bei einem davon taucht sogar der Name Grave auf. Da meine Oma väterlicherseits eine geborene Grave ist, vermute ich dort die Verbindung, allerdings fehlt noch das entscheidende Verbindungsstück. 


04.10.2017

 

Alles sehr verwirrend, die Sache mit der DNA-Genealogie. Für mich Laien jedenfalls.

Ich habe also Ende Juli meine Ergebnisse von Living DNA bekommen. Als erstes fiel mir auf, dass meine Herkunft angegeben wird mit 95,9 % Großbritannien und Irland und 4,1 % Europa. Das ist wohl so, weil es noch nicht viele Testergebnisse und somit Daten aus Deutschland gibt und mit der Zeit wird sich das Bild hier vermutlich noch verändern.

Irgendwann habe ich dann durch die DNA-Mailingliste und die deutsche Facebook-Gruppe herausgefunden, dass ich für einen Vergleich mit anderen DNA-Testern meine RAW-Data, also die Rohdaten, bei GEDmatch Genesis hochladen sollte. Das habe ich getan und nun werden mir die ersten auch größeren Matches angezeigt.

Ich habe nun gelernt, bzw. ich glaube, gelernt zu haben, dass es sich bei einer Übereinstimmung ab einem Wert von 12 cm lohnt, das Match genauer unter die Lupe zu nehmen, bei denen unter 10 cm handelt es sich wohl eher um zufällige Übereinstimmungen. Wichtig ist wohl auch die Höhe der SNP, aber das habe ich noch nicht so richtig verstanden.

Ich habe inzwischen einige Matches angeschrieben, davon die meisten ab 15 cm und höher. Bisher habe ich noch niemanden gefunden, den ich zu meinen Vorfahren zu sortieren kann, das habe ich auch nicht erwartet. Spannend ist es allemal. Wer sind diese genetischen Verwandten, zu welcher Linie gehören sie. Wenn ich diese Matches tatsächlich einmal zuordnen kann, dann scheint es eine Reise in verschiedene Länder zu werden, wenn ich nach dem gehe, was mir von meinen genetischen Verwandten über deren Vorfahren so berichtet wird.

 

Im Augenblick ist die größte Herausforderung schon fast, nicht den Überblick über die verschiedenen Kontakte zu verlieren, außerdem muss ich in Englisch schreiben, was für mich die Sache nicht leichter macht.


01.10.2017

 

Auch das zweite Match hat geantwortet. Die Daten die bei Gedmatch-Genesis eingestellt sind gehören zu ihrem Onkel und ihrer Tante. Die genannten Namen sagen mir wieder nichts. Das riecht nach viel Arbeit, wenn ich da weiterkommen will.

 

Ich habe heute einige Dinge nachgelesen, wirklich schlauer bin ich noch nicht. Das dauert wohl noch eine Weile. Zu viele fremde Begriffe wie z. B. Phasing und Triangulation und Erklärungen oft nur auf englischen Seiten, was für mich nicht wirklich hilfreich ist.


30.09.2017

 

Das erste Match ist angeschrieben, laut Gedmach (Genesis) liegt das größte Segment bei knapp 34 cm. Das soll wohl recht hoch sein, wurde mir gesagt und so habe ich das Match angeschrieben. Es kam auch eine Antwort, leider kann ich mit den meinem Match bekannten Vorfahren im Augenblick noch nichts anfangen. Ich hatte aber auch nicht erwartet, dass ich jetzt gleich auf Anhieb jemanden ausfindig mache, bei dem wir sofort auf gleiche Vorfahren stoßen. Nun gilt es also, die Nadel im Heuhaufen zu suchen.
Interessant fand ich die Aussage der Dame, dass sie optisch nicht zu ihrer Familie passt, da sie rote Haare, helle Haut und Sommersprossen hat, ebenso wie ihre Tochter.....das kommt mir sehr bekannt vor. Das trifft natürlich auf viele Menschen zu, brachte mich aber zum schmunzeln.

 

Es ist aber auch alles noch sehr verwirrend und neu, mit den Begriffen kann ich meist nichts anfangen und es fällt mir schwer, mir das alles zu merken. Aber ich habe einen starken Willen :-).

 

Und dann habe ich noch ein Match gefunden mit dem größten Segment 21,8 cm. Da werde ich doch gleich mal wieder losschreiben und mit Spannung abwarten.


Der Anfang...

 

So wie Anja von Welt der Vorfahren habe auch ich im April 2017 angefangen, mich mit dem Thema DNA-Genealogie zu beschäftigen. 

 

Das Projekt des Verein für Computergenealogie e.V. und Living DNA hat meine Neugierde geweckt. 

Mehr zu diesem Projekt gibt es im Blog bei CompGen.

 

Im Gegensatz zu Anja erfülle ich das 80-Kilometer-Kriterium; meine Großeltern stammen alle nicht unweit von hier und so kann ich dieses Projekt unterstützen.

 

Die Ergebnisse waren angekündigt für ca. den 21. August 2017, umso überraschter war ich, als schon am 28.07. die Mail kam, dass die Ergebnisse vorliegen. Ich war völlig unvorbereitet, hatte noch so gar keine Zeit gehabt, mich intensiver mit dem Thema zu beschäftige und nun stand bzw. saß ich da mit meinem Unwissen. 

Anja beschreibt in ihrem Blog eigentlich genau meine Gedanken und deshalb verweise ich hier ganz frech darauf. Klar, meine Ergebnisse sind natürlich andere ;-).

 

Ich finde erst jetzt die Zeit, intensiver in das Thema einzusteigen und kämpfe mich nun Schritt für Schritt vor.